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Die ersten Takte sind gezählt
Montag, 09. November 2015 um 14:52 Uhr

  Musikalische Schulkooperation wird ausgebaut

 

Dass der zehnjährige Schüler seit September einmal wöchentlich Schlagzeugunterricht nehmen kann, macht eine Kooperation der Musikschule und der Sekundarschule gemeinsam mit dem König-Wilhelm-Gymnasium möglich.

Die schul- und institutionsübergreifende Zusammenarbeit haben die Kooperationspartner jetzt mit dem landesweiten Programm »Bildungspartner NRW« auf ein verlässliches Fundament gestellt. Förderungen erhalten die Kooperationspartner dabei beispielsweise bei Fortbildungen.

»In diesem Programm sind wir die einzige schulübergreifende Kooperation in NRW«, sagt Musikschulleiter Martin Leins mit Stolz in der Stimme.

»Damit liefern wir anderen Schulen ein gutes Beispiel, wie viele Elemente so eine Kooperation beinhalten kann und ein guter Partner, wie man die Arbeit gestalten kann«, lobt Hans Nicolas, stellvertretender KWG-Schulleiter. Von dieser gemeinsamen Stärke, die man nach außen zeige, »kann auch die Stadt nur profitieren« – es sei eine Bereicherung für das kulturelle Leben.

Damit die 70 Schüler der Instrumentalklassen (Gitarre- und Bläsergruppen) der beiden Schulen gemeinsam als feste Unterrichtsstunde proben können, »mussten wir den Stundenplan anpassen«, sagt Klaus Leweke. Der Sekundarschulleiter kann sich vorstellen, dass aus dieser Kooperation heraus Schüler beider Schulen auch einmal gemeinsam ein Musical spielen könnten. »Aber das ist erst noch Zukunftsmusik«.

Max übt jedenfalls weiter mit seinen Mitschülern Anton und Luca Maximilian. Ihr Lehrer ist Michel Beineke, seit Herbst Schlagzeuglehrer an der Musikschule. Er bringt den Jungen die Stickhaltung und rhythmischen Grundlagen bei. »Die Jungs machen sich gut«, lobt Beineke.

Was Max jetzt aber noch fehlt, ist ein eigenes Schlagzeug zum Üben daheim. »Das wünsche ich mir zu Weihnachten«, sagt der Zehnjährige. Dann zählt er wieder den Takt und greift zu den Sticks. Mehr über das Programm »Bildungspartner NRW« erfahren Interessierte im Internet. http://bit.ly/1KCGltx

 

 

von Linda Bögelein - Westfalen-Blatt vom 28.10.2015