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Klick safe - Kinder im Netz schützen
Montag, 30. November 2015 um 18:30 Uhr

  Infoabend für Eltern und Interessierte am König-Wilhelm-Gymnasium

Eltern der fünften und sechsten Klassen der Holzmindener und Höxteraner Schulen konnten sich am Dienstag der vergangenen Woche über Gefahren im Netz informieren. Am König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter berichteten Studentinnen und Studenten der Hochschule für soziale Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Zukunftszentrum Holzminden Höxter (ZZHH) über soziale Netzwerke, Streaming-Dienste, Pädophile im Netz sowie die Gefahren, die sich für Schülerinnen und Schüler dahinter verbergen.

Das König-Wilhelm-Gymnasium hat sehr viele Nachfragen bezüglich Netzsicherheit für Kinder sowie Präventionsmöglichkeiten gegen Cybermobbing in sozialen Netzwerken und bei Messengerdiensten durch die der Elternschaft erhalten. So freute sich der stellvertretende Schulleiter, Herr Nicolas, besonders, dass er die Dipl.-Sozialpädagogin und Medienwissenschaftlerin Daniela Stix und ein Team von Studenten der Hochschule für soziale Arbeit zu einem Informationsabend mit zahlreichen Workshops begrüßen konnte. Das Angebot umfasste diverse Beiträge zu Gefahren in sozialen Netzwerken, Rechtsextremismus im Netz und Streaming-Portalen.

Jugendliche bewegen sich heute fast selbstverständlich im Internet. Laut der Shell-Studie stehen dabei Online-Netzwerke und das Chatten auf den Plätzen eins und zwei, gefolgt von privaten und schulischen  Recherchen.  Hinter einem einfachen Klick lauern viele Gefahren. Jugendliche gaben an, dass sie bei der Suche im Internet zufällig auf Seiten mit rechtsextremen Hintergrund, Pornographie oder Gewalt gestoßen sind.

Aber auch die  Einblicke, die Jugendliche in die Privatsphäre geben, sind ein oft unterschätztes Gefahrenpotential. In Portalen wie „You Now“ sind die Altersbeschränkungen sehr einfach zu umgehen und schon unter 13-jährige können sich einen Zugang einrichten. Anschließend können die Jugendlichen Filme von sich aus dem Kinderzimmer ins Netz stellen. Bilder, die bei Facebook hochgestellt werden, gehen in das Eigentum von Facebook über und die Einrichtung eines Whats-app-Kontos ist Jugendlichen unter 16 Jahren nicht gestattet. Diese und ähnliche Informationen erhielten die Eltern auf dieser Veranstaltung.

Aber auch die Prävention spielte eine wichtige Rolle. Eltern sind aufgefordert, mit den Kindern über die Inhalte der Portale  ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu diskutieren. Über eine White- und Blacklist kann der uneingeschränkte Zugang zum Internet beschränkt werden.  Verhaltensänderungen der Kinder geben Hinweise auf Cybermobbing und Pädophilie. Wenn Kinder über das Internet belästigt werden, trauen sie sich häufig nicht, von sich aus die Eltern anzusprechen. Besonders Pädophile versuchen oft, Kinder ihren Eltern zu entfremden. Daher  sollten sie  keinesfalls ihre Kinder  im world wide web allein lassen und sich für das interessieren, was Kinder im Netz machen.

Studentinnen und Studenten der Hochschule für soziale Arbeit.

 

Herr Nicolas, Herr Austermühl und Frau Hartmann vom KWG.