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Neue Impulse für Schulsanitäter
Donnerstag, 11. Februar 2016 um 14:15 Uhr

Neuenheerse. Bereits zum dritten Mal fand der dreitägige Schulsanitätsworkshop der Malteser unter Leitung von Norbert Kurowski im Jugendhaus des Gymnasiums St. Kaspar statt. Dieser Workshop, an dem 25 Schulsanitäter teilnahmen, dient der Fortbildung anhand von Fallbeispielen und dem intensiven Erfahrungsaustausch der Schulsanitäter verschiedener Schulen in der Region. Das Seminar bot den Schulsanitäter der Region ein spannendes und unterhaltsames Wochenende. Sie erhielten dabei wertvolle neue Impulse für ihre Arbeit.

In diesem Jahr haben Schüler und Lehrer aus Brakel, Höxter, Holzminden und Neuenheerse an dem Wochenende teilgenommen. In Gruppen galt es, vier Aufgaben zu erfüllen, die sich am Schulalltag und den Möglichkeiten von Verletzungen und Problemen, mit denen die Schulsanitäter im Alltag konfrontiert werden können, orientierten. So ging es bei der Aufgabe in der Turnhalle um zwei Verletzte beim Basketballspiel, bei der Aufgabe am Grillplatz um drei Verletzte durch Alkoholkonsum und Unterkühlung, deren Verletzungen in Augenschein genommen und unter den strengen Augen der Ausbilder adäquat behandelt werden mussten. Im Klostergarten wurden unterschiedliche Transporttechniken für Verletzte mit unterschiedlichen Problemen erprobt. In der Küche des Jugendhauses galt es, einen Verletzten zu versorgen, der durch das Trinken von Haushaltsreiniger Verätzungen erlitten hatte. Bei den anschließenden Nachbesprechungen ging es um Manöverkritik und es wurden Alternativen erörtert. Am Abend gab es eine kreative Aufgabe zu erfüllen, nämlich das Darstellen einer Alltagssituation im Schulsanitätsdienst in Form einer Komödie, einer Tragödie, einer Pantomime oder eines Musicals. "Es ist erstaunlich, wie ideenreich die Aufgabe erfüllt wurde. Es gab viel zu staunen und zu lachen und der gesellige Abend war damit eingeläutet", berichtet Schulleiter Matthias Nadenau. Bei Billard, Tischtennis, Kicker, diversen Spielen und selbstverständlich angeregten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Die beteiligten Jugendlichen und ihre Betreuer blicken auf ein ereignisreiches und informatives Wochenende zurück. Die verantwortlichen betreuenden Lehrer Ulf Osterbrink, Michael Strumpen und Andreas Gottschalk und die Malteser Marike Schwickardi und Philipp Kunz mit dem Koordinator der Schulsanitätsdienste Norbert Kurowski ziehen eine positive Bilanz. Am Gymnasium St. Kaspar teilen sich zurzeit 20 aktive Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen den Dienst. 15 Schüler befinden sich in der Ausbildung. Schulleiter Matthias Nadenau freut sich über das große Engagement der Jugendlichen, die dafür Sorge tragen, dass bei Problemen umgehend eine Erstversorgung stattfinden kann. "Es ist gut zu wissen, dass man nicht nur mit großen Problemen, sondern auch mit kleinem Bauchweh im Sanitätsraum wohl behütet wird", stellen die Mitschüler dankbar fest. Bei Problemen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen, erweisen sich die Sanitäter als geschulte Ersthelfer, die sich kümmern, bis sie die Versorgung in die Hände von Fachpersonal geben können.

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