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»Leid der Juden nicht vergessen«
Donnerstag, 11. Februar 2016 um 14:48 Uhr


Höxter (rob). Während einer Feierstunde haben 70 Höxteraner anlässlich des Holocaust-Gedenktages der Millionen jüdischen Opfergedacht. Die Jacob-Pins-Gesellschaft, die VHS und die Stadt Höxter hatten die Veranstaltung ausgerichtet. Schüler des König-Wilhelm-Gymnasiums (KWG) bereiteten die Gestaltung der Abends im Unterricht vor.

In diesem Jahr haben zwei Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 12 des KWG mit den Lehrern Christian Austermühl und Christina Junge den Abend im Saal inhaltlich erarbeitet. Das große Interesse an diesem Gedenktag zeige, dass die Höxteraner das Leid der Juden nicht vergessen hätten, erklärte Fritz Ostkämper als Vorsitzender der Jacob-Pins-Gesellschaft im Forum Jacob Pins. Er wies darauf hin, dass 86 Juden aus Höxter und den Dörfern 1941 in die Konzentrationslager nach Riga, Warschau nach Riga, Warschau und Theresienstadt deportiertworden seien – nur drei von ihnen hätten die Gräueltaten überlebt. Das Forum Jacob Pins hat als Erinnerungsstätte für die ermordeten und vertriebenen Juden der Stadt und den Dörfern auch überregional einen sehr guten Ruf. Höxters Bürgermeister Alexander Fischer lobte in seiner Rede die vielen anwesenden Jugendlichen, die sich mit dem Thema Holocaust auseinandergesetzt hatten. Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Zum Internationalen Tag des Gedenkens wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen
im Jahr 2005 erklärt.

Westfalenblatt vom 28.01.2016