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Wie die KWG-Mädels Vizebezirksmeister im Basketball wurden
Montag, 07. März 2016 um 14:17 Uhr

„Ich weiß nicht, ob wir da mitmachen sollen. Beim letzten Mal war eine der gegnerischen Mannschaften so blöd.“ Das war der erste Kommentar bei der Suche nach einer Mädchenmannschaft des KWG für die Basketball-Kreismeisterschaften. 

„Na klar, lass uns da mitmachen. Das macht doch bestimmt Spaß. Ob wir gewinnen oder nicht ist doch gar nicht so wichtig.“ So oder so ähnlich reagierten die anderen Mädels auf die Anfrage.

Und so kam es, dass das KWG neben der Jungenmannschaft auch eine Mädchenmannschaft ins Rennen schickte.

Gleich im ersten Spiel gegen das Gymnasium Brede aus Brakel spielten sich die sieben Basketballerinnen des KWG in einen Körbe-Rausch und gewannen mit dem sensationellen Ergebnis von 47:6.  In diesem Spiel stellte sich auch eine gute Taktik heraus, die sie auch in den nächsten Spielen beibehalten sollten: Diejenigen Spielerinnen, die gut im Dribbling sind, bringen den Basketball sicher in die gegnerische Hälfte. Dort warten schon die großen Spielerinnen darauf, angespielt zu werden, um den Angriff gekonnt mit einem sicheren Korbleger oder einem Wurf aus der Nahdistanz abzuschließen.

Die Freude nach diesem Spiel war entsprechend groß und nun war auch der Siegeswille der Mannschaft geweckt. Beides sorgte dafür, dass die Mädchen auch aus dem Duell gegen die gefürchtete Mannschaft des St. Xaver aus Bad Driburg mit einem knappen 19:16 erfolgreich hervorgingen.

Und so wurden sie überraschend aber wohl verdient Siegerinnen der Basketball Kreismeisterschaften in der Wettkampfklasse 1 der Mädchen.

Damit qualifizierten sie sich für die nächst höhere Ebene, die Bezirksmeisterschaften. Da die Mannschaft aus Minden nicht antrat, hieß der einzige Gegner nun das Helmholz-Gymnasium aus Bielefeld. So war das einzige Spiel gleich das Finale und der zweite Platz war schon mal sicher.

Diesmal wurde die Mannschaft des KWG vom Gegner überrannt und lag nach dem ersten Viertel mit 8:24 im Rückstand. Dann kamen sie besser ins Spiel und konnten ihre Angriffstaktik umsetzen. Den Rückstand konnten sie zwar nicht aufholen, mit einem 16:16 wurde er jedoch auch nicht größer.

Die gute Verteidigung in der Zone unter dem Korb und die starke Angriffsleistung von zwei Spielerinnen des Helmholz-Gymnasiums zerbrachen im dritten Viertel die Hoffnung auf einen Sieg.

Doch im letzten Viertel zeigte sich etwas Erstaunliches. Die ungebrochene Freude am Spiel ließ die KWG-Mädels noch einmal richtig aufblühen. Die Verteidigung unter dem eigenen Korb wurde energischer und im Angriff wurden sogar einige Bälle von außen, also mit einem Distanzwurf, im gegnerischen Korb versenkt.

So beendeten sie dieses Finale der Bezirksmeisterschaften im Basketball mit der Einsicht, dass der Gegner diesmal besser, aber nicht unschlagbar war. Es blieb zwar eine deutliche Niederlage von 44:70, aber das war gar nicht so schlimm. Denn obwohl es im Sport zwar immer nur einen Sieger geben kann, heißt das noch lange nicht, dass die anderen nicht trotzdem Spaß gehabt haben.

Glückwunsch an Hannah Rüther, Angelika Spadi, Amei Pechbrenner, Annika Weisenburger, Linda Czornik, Dilara Balgül und Melis Brillo (v.l.n.r.)

Text und Bild von Christian Kaup