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Integration und Inklusion
Montag, 11. April 2016 um 13:22 Uhr

Schulleiterkonferenz: Die Bezirksregierung Detmold und der Kreis Höxter diskutieren mit rund 50 Teilnehmern über die Herausforderungen für die SchullandschaftKreis Höxter (nw). Gemeinsam hatten die Bezirksregierung Detmold und der Kreis Höxter zur dritten Schulleitervollversammlung eingeladen. In der Aula des Höxteraner König-Wilhelm-Gymnasiums diskutierten rund 50 Vertreter der unterschiedlichen Bildungseinrichtungen im Kreisgebiet, wie sich Integration und Inklusion vereinbaren lassen.

"Die eine Aufgabe - Inklusion - ist noch gar nicht gemeistert, da kommt schon die nächste: die Integration der Flüchtlinge. Und dies alles vor dem Hintergrund der sich wandelnden Schullandschaft. Das sind außerordentliche Herausforderungen für die Schulleitungen, die in der Verantwortung stehen", sagte Landrat Friedhelm Spieker in seiner Begrüßungsrede.

25 spezielle Klassen quer durch die Schullandschaft

Gleichzeitig lobte er die Schulen für ihren Einsatz. "Zu Beginn des vergangenen Jahres gab es in unserer Bildungsregion drei Auffang- und Vorbereitungsklassen. Mittlerweile haben wir quer durch die Schullandschaft 25 spezielle Klassen, in denen neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gezielt sprachlich gefördert werden, damit sie möglichst schnell in den Regelschulbetrieb integriert werden können.

Weitere sind in Planung. Das zeigt ganz deutlich: Die Schulen leisten einen außerordentlich wichtigen Beitrag zur Integration, insbesondere wenn die zugewanderten Schüler dann in Regelklassen kommen", so Landrat Spieker.

Michael Uhlich, Leiter der Abteilung Schule der Bezirksregierung Detmold, nannte Integration und Inklusion "humanitäre Pflichten", die nur in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten erfüllt werden könnten. "Deshalb ist die Schulleitervollversammlung im Kreis Höxter von so großer Bedeutung", erläuterte er.

Frank Diekbreder, Professor am Lehrstuhl für Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit der Bielefelder Fachhochschule der Diakonie, führte in seinem Impulsreferat mit dem Titel "Inklusion versus Integration? - Herausforderungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit herausforderndem Verhalten" aus, dass Bildung und Erziehung seiner Meinung nach nicht mehr getrennt werden könnten. "An Schulen findet heutzutage beides statt. Daraus ergeben sich viele Gestaltungsmöglichkeiten", sagte Diekbreder. So könne auch auf herausfordernde Schüler viel besser eingegangen werden.

In Workshops wurde das Thema des Impulsreferats anschließend vertieft. Zudem diskutierte Gerhard Handermann, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Kreises Höxter, mit den Teilnehmern die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Jugendhilfe.

Neue Westfälische vom 30.03.2016