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8c - ein Gedicht
Montag, 04. Juli 2016 um 20:24 Uhr

Kurz vor den Sommerferien hier ein paar schöne Gedichte von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c

 

Schule


Mathe, Deutsch und Französisch
und nebenbei lern‘ ich noch Spanisch.
Im Unterricht melden und die Antwort sagen.
Zuhause plag‘ ich mich mit Hausaufgaben.


Die Hälfte des Lebens – verschwendet mit Schule.
Dabei gäbe es doch so viele andre coole
Dinge, die ich anstatt lernen machen will,
Reden, Lachen, doch ich sitz‘ hier und bin still.

Ich zieh‘  Wurzeln, analysier‘ Gedichte
und halte Referate in Geschichte.
Ich mache Werbung für Produkte in Musik
und berechne Druck, Tiefe und Kraft für Physik.

Manchmal wird mir das alles zu viel,
dann hoffe ich, es ist nur ein Spiel.
Ein Traum, aus dem wir irgendwann aufwachen
und über den wir dann später lachen.

Doch es ist die Realität, es ist wahr
von einem Traum entfernt so far.
Aber gäb‘ es die Schule nicht, wären
wir dumm und würden die Schlauheit gefährden.

Insgeheim bin ich froh, dass wir Schulen haben
mit großen Klassenzimmern in bunten Farben.
Und unsre Lehrer, die haben Geduld ohne Ende,
sie benutzen zum Erklären auch Füße und Hände.

Ohne Freunde wär‘ ich echt aufgeschmissen.
Die würd‘ ich ohne die Schule sehr vermissen.
Die Schule hat also auch ihre guten Seiten
wegen haben wir bloß weniger Freiheiten.
Also eigentlich gar nicht so schlimm
und natürlich in unsrer Eltern‘s Sinn.

 




Das Lichterland


Ein Lichtermeer aus irdischem Glanz
Wie Diamanten in einem funkelnden Tanz
Erstrahlt diese Stadt in einem bunten Farbenkranz.

Bei Tag sowie bei Nacht erleuchtet vom Feuer dieser Zeit
Ohne jegliche Gefahr so weit das Auge reicht
Offenbart sich uns eine Welt, die der Sonne gleicht.

Frei von jeglicher Angst, so zeigt sich uns das Sonnenland
So strahlend weiß wie der Meeressand
Doch vielleicht ist das alles nur der Schein einer undurchdringlichen Wand.

Madlen Böhm, 8c
 





Von Streit zerfressen


Von Streit zerfressen sitzt das Kind,
Es regnet und der Wind saust geschwind.
Das Kind empfindet Trauer
Und Erschöpfung baut sich auf wie eine Mauer.

Der Geist gefangen,
Wegen Depressionen bangend.
Es flüchtet sich in Drogen,
Und erhofft Hilfe von oben.

Es ist nur eines von vielen,
Die leben auf knatschenden Dielen.
Auch sie leben in der gedrängten Stadt,
Dort fahren Autos ihre Träume platt.

Von den Schatten der Häuser bedeckt,
Werden sie aus ihren Albträumen geweckt.
Ihr Leben wird trostlos bleiben,
da selbst ihre Helfer sie meiden.

 





Die Diagnose


Der Krebs in mir ganz versteckt,
Der Körper voll mit Metastasen gefleckt.
Der schwere Kampf um das Leben,
Ich bleib zu der Zeit im Krankenhaus kleben.

Mein Kopf gefüllt von Fragen,
Vor Wut platzt mir fast der Kragen.
Augenblicke der Freude wie in einem Schwung,
Doch dann wieder die große Verzweiflung.

Schon längst vergessen die Freiheit,
Alles nur noch voller Traurigkeit.
Gerade hinter mir die Operation,
Am liebsten wäre ich schon längst geflohn.

Andauernd Chemotherapien,
Alles andere als Urlaub auf den Philippinen.
Immer diese Übelkeit,
Und dabei auf Heilung keine Sicherheit.

Die Haare segeln zu Grunde,
Welches hinterlässt eine große Wunde.
Die Chemo und Medikamente machen mich ganz schwach,
Alles dröhnt in meinem Kopf, als wäre es ein riesen Krach.

Und dann die ganzen Leute, die mich pflegen,
Welchen Sinn hat denn noch das Leben?
Alle Ärzte hin und her,
Darauf habe ich einfach keine Lust mehr.

Alles stürzt auf mich ein so wie die Wände,
Das Leben neigt sich dem Ende.
Alle Lieben, die um mich stehn,
Für mich die Zeit jetzt zu gehn.

Die Krankheit hat gewonnen,
Ein neues Leben für mich begonnen!

Laura Husemann, 8c
 




Shopping


Ob es regnet oder schneit,
der Weg zum shoppen ist nicht weit.
Gelbe Kleider, rote Schuhe
Gemüse aus der Tiefkühltruhe.

Heute geh ich shoppen,
denn ich brauche neue Socken.
Dort ist schon H&M,
doch ich brauch kein neues Hemd.

Ich kaufe mir eine Hose,
doch eigentlich wollt ich eine Rose.
Dort gibt es 50 Prozent,
dann spar ich so manchen Cent.

Die Einkaufstüten sind jetzt voll,
dass ist ja auch richtig toll.
Aber die Geldbörse ist nun leer,
darum gibt’s jetzt auch keinen Einkauf mehr.

Jonas Severin, 8c