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Zu Besuch im B!Lab in Beverungen
Samstag, 09. Juli 2016 um 13:43 Uhr

Der Biologie LK „Q1“ von Herrn Dr. Meletzus besuchte am 28. April 2016 das Biolabor in Beverungen, um praktische Erfahrungen in dem Kurs „Blue Genes“ machen zu können. Dies hat uns viel Freude bereitet, da wir viel Wissen mit nach Hause nehmen konnten.


Der Tag begann mit einem sehr guten Vortrag des Kursleiters Herrn von Rüden. Dieser festigte unser Grundwissen über die Genetik und die Biologie der verwendeten Bakterien. Im Anschluss daran erklärte der Lehrer uns das weitere Vorgehen im Labor und teilte uns in vier Gruppen ein. Die Gruppenarbeit begann mit dem Kennlernen und Ausprobieren der verschiedenen Hilfsmittel, wie z.B.: das richtige Umgehen mit der Pipette. Hier war schon bereits „Fingerspitzengefühl“ gefragt. Anschließend konnte jede Gruppe ihr eigenes Agarosegel für die Elektrophorese anfertigen. Mit Hilfe dieser Gelelektrophorese sollte eine erfolgreiche Restriktionsspaltung der Plasmide (Plasmid pUCD-DNA und Plasmid pUCD-lacZ-DNA) mit den Restriktionsenzymen BamHI und Hind III überprüft werden. Man konnte nun anhand der Banden in der Gelelektrophorese erkennen, dass die Plasmide pUCD-DNA und pUCD-lacZ-DNA von den Restriktionsenzymen hydrolisiert wurden. Dies war in jeder Gruppe erfolgreich durchgeführt worden und somit konnten wir in die wohlverdiente Mittagspause gehen, um gestärkt an die nächste Arbeitsphase heranzutreten.

Die zweite Arbeitsphase begann mit dem Verfahren der DNA-Ligation. In das geschnittene Plasmid haben wir ein neues Gen eingebaut und dabei konnten per „Zufall“ drei unterschiedlich große Plasmide entstehen, sodass eine phänotypische Charakterisierung der Ligationsprodukte möglich war. Demzufolge wird dieser Kurs auch „Blue Genes“ genannt! Diese Plasmide haben wir anschließend auf einen selbst hergestellten Nährboden übergeführt. Hier konnten sich die Bakterien vermehren, da dieser alle Nährstoffe enthielt, die ein Bakterium benötigt. Doch nicht alle Bakterien konnten sich darauf vermehren, da dieser Nährboden ebenfalls Antibiotika enthielt, gegen die manche Bakterien nicht resistent waren. Dieses Ergebnis wurde erst nach zwei Tagen sichtbar, sodass wir in der Schule informiert wurden. Dort waren wir alle über unsere guten, exemplarischen Ergebnisse, welche uns das Labor mitteilte sehr erfreut. Man sagte uns: „Wir haben sehr gute Arbeit geleistet, da unsere Ergebnisse aus den Gruppen prima ausgewertet werden konnten.“ Dies ist nicht immer selbstverständlich, da bei biologischen Versuchen immer schnell ein Fehler unterlaufen kann. Demnach ist hohe Konzentration gefragt, damit die Experimente gelingen.

Hiermit endete ein hervorragendes Erlebnis im Labor, da uns die praktischen Erfahrungen geholfen haben, diese Thematik besser zu verstehen. Außerdem konnte dieser Tag bei manchen Schülern das Interesse wecken, später in einem Labor arbeiten zu wollen.  

Somit können wir dem Besuch dieses Kurses Jedem weiterempfehlen!

Jana Borchert und Nathalie Hupp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Dr. Dietmar Meletzus