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Jugend debattiert am KWG
Dienstag, 29. November 2016 um 16:58 Uhr

Am Freitag, den 7. Oktober 2016 fand in der vierten Stunde in der Aula des KWGs eine Debatte im Rahmen von Jugend debattiert statt. An dieser Debatte nahmen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen teil. Bei Jugend debattiert können Jugendliche ihre Fähigkeiten im Debattieren weiterbilden, das heißt Stellung beziehen, Gründe nennen, Kritik vortragen – gegen- und miteinander.

Die Debatten werden in drei Teile aufgeteilt: Zuerst kommt die Eröffnungsrunde, in der  jeder Teilnehmer zwei Minuten Zeit hat, um seinen Standpunkt vorzustellen. Anschließend kommt die freie Aussprache, wo die Schüler und Schülerinnen miteinander diskutieren. Diese dauert 12 Minuten. In der Schlussrunde wird die Streitfrage zum zweiten Mal beantwortet, hierzu hat jeder Teilnehmer  eine Minute Zeit. Außerdem wird ein Gewinner und ein Kompromiss bestimmt.


Die Streitfrage der Debatte war an diesem Tag: „Sollen soziale Medien (Facebook, Twitter, WhatsApp, etc.) für Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden?“


Es gab zwei Positionen: Pro und Contra. Die Schüler der Klasse 9c: Laura Husemann, Paula Wüstoff, Franka Hillebrand, Marko Jurucovic und Finn Loges vertraten den Standpunkt, dass soziale Medien für Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden sollten. Die Schüler der Klasse 9a:  Lara Riedemann, Bennet Roßbach, Greta Schliefkowitz, Amber Kieffer und Dominik Morawietz vertraten den gegensätzlichen Standpunkt, Contra. Jeweils zwei Schüler waren die „Haupt-Debattierenden“ und falls sie keine Argumente bzw. Gegenargumente hatten konnten die anderen drei Schüler ihre Ideen weiterleiten.
In der Eröffnungsrunde erklärte jeder Teilnehmer seine Meinung mit Hilfe eines Arguments und gegebenenfalls eines Beispiels. Laura Husemann begann die Debatte mit einem interessanten Beispiel und sagte, dass es strafbar sein sollte, soziale Medien unter 16 Jahren zu nutzen. Bennet Roßbach entkräftete das, indem er sagte, dass dies technisch nicht möglich sei. In der freien Aussprache listeten die Positionen ihre Argumente auf. Paula Wüstoff brachte das Argument vor, dass es gefährlich für Jugendliche in sozialen Netzwerken sei, da man sich nie der wahren Identität seiner „Freunde“ sicher sein könne. Lara Riedemann jedoch war der Meinung, dass man sich dagegen schützen könne, indem man keinen persönlichen Kontakt zu unbekannten Personen aufnimmt, sie blockiert oder meldet. Außerdem könne man sich in sozialen Medien auch auf „privat“ stellen.
Nach längerem Diskutieren kamen die beiden Positionen zu dem Kompromiss, dass man dieses Gesetzt nicht einführen könne, jedoch die Eltern in den Bereichen der sozialen Medien mehr auf das Verhalten ihrer Kinder achten sollten.
Die restlichen Schüler der Jahrgangsstufe neun hörten aufmerksam zu und machten sich Aufzeichnungen zu den Kriterien, die sie zuvor im Unterricht besprochen hatten. Diese Kriterien beinhalteten die Wortwahl, Aussprache, Prägnanz, Argumentation, gegenseitiges Eingehen aufeinander und gutes Vorwissen. Im anschließenden Unterricht wurden diese Kriterien mit Hilfe eines Bewertungsbogens ausgewertet und ein Gewinner der Debatte für diese Kriterien festgelegt. Hierbei ging es weniger um den Inhalt, als um die Art und Weise des Vortrags der Debattierenden.
Die Gewinner, mit einem sehr knappen Vorsprung, sind die Schüler der Klasse 9a.
Unserer Meinung nach ist das Konzept Jugend Debattiert eine sehr gute Übung, um das Debattieren zu lernen und miteinander auf eine geregelte Art und Weise zu diskutieren. Diese kann uns auch im weiteren Leben helfen, unsere Probleme mit anderen Leuten auszudiskutieren. Auch andere Mitschüler fanden dies so. Eine Mitschülerin fand diese Debatte ansprechend, da das Thema uns Jugendliche betrifft. Außerdem fand sie, dass die Teilnehmer gut diskutiert und ihre Meinungen gut vertreten haben.

Helene Geddert und Naemi Neumann

 

Foto: Anna Grünwald