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Hunderte Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet
Donnerstag, 01. Juli 2010 um 09:46 Uhr

Eltern, Schüler und Lehrer am König-Wilhelm-Gymnasium setzen Großprojekt um


Verwildert, dunkel und wenig attraktiv – das war der alte Oberstufenschulhof am König-Wilhelm-Gymnasium (KWG), bevor engagierte Eltern, Schüler und Lehrer zu Schaufel, Hacke und schwerem Gerät griffen, um ihn in einen Platz zu verwandeln, an dem sich die neuen Unterstufenschüler wohl fühlen können. 

Selbst an die Errichtung eines Amphitheaters wurde gedacht, so dass hier durchaus die eine oder andere Schulaufführung stattfinden könnte.
Die Umsetzung des neuen Schulhofs für die Jahrgangsklassen 5 und 6 ist ein Projekt, dass nur durch die engagierte Mitarbeit vieler Helfer möglich wurde, d100630_schwere_brocken.jpga die Stadt Höxter finanziell nicht in der Lage gewesen wäre, die Kosten in sechsstelliger Höhe zu schultern. Allerdings wurden viele Gerätschaften und Pflastermaterial von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Im September 2009 begannen die Rodungsarbeiten, nachdem zehn Entwürfe für den neuen Schulhof von den Studenten der Fachhochschule eingereicht worden waren, und Peter Trapet, der selbst ein Landschaftsbauunternehmen in Ovenhausen leitet, sowie Eike Spellerberg die Ideen in einem Entwurf vereinten. Ludger Haferkemper, Erprobungsstufenkoordinator am KWG, ist begeistert und hat „große Hochachtung vor den Leuten, die sich hier einbringen. Das finde ich sehr beeindruckend.“ Bei Temperaturen von fünf bis sechs Grad wurde noch gearbeitet, dann kam der lange Winter, durch den sich die Fertigstellung verzögert, aber die Organisatoren blicken dem Ende zuversichtlich entgegen. „Ich schätze, dass wir noch vier bis fünf Arbeitseinsätze brauchen“, gibt Gerd Lösing Auskunft, der die Helfer und notwendigen Geräte koordiniert.

Ludger Haferkemper berichtete, dass viele Stunden von den Einzelnen geleistet würden, aber absoluter Spitzenreiter sei Peter Trapet mit rund 100 Stunden. Die Liste der helfenden Hände ist lang. 100 Tonnen Schotter wurden angeliefert und 40 Tonnen von der Volksbank gespendete Steine zu dem Amphitheater verarbeitet. Das Freilufttheater war der einzige Baustein, der in Auftrag gegeben werden musste, die Kosten hierfür hat der Abi-Jahrgang 2009 übernommen. Die anderen anfallenden Arbeiten wurden komplett in Eigenregie durchgeführt.

Auch die Schüler sind fleißig, wie die Kasse 5b, die täglich Eimer mit Gießwasser zur neu gepflanzten Hecke schleppt, damit die auch schön wachsen kann...

Neue Westfälische, 30. Juni 2010