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| Studium hat goldenen Boden |
| Freitag, 30. Januar 2009 um 12:43 Uhr |
Abiturienten von Profis über Akademiker-Berufe informiertHöxter. Das Bankwesen steht seit der Finanzkrise in der Öffentlichkeit in Misskredit. Doch es besteht die Hoffnung, dass schon bald eine neue Generation verantwortungsvoller Banker heranreift. "Ich hab als Leistungskurse Mathe und Englisch und kann mir gut vorstellen, später im Geld- und Kreditgeschäft zu arbeiten", sagt Robert Joppen (18), Abiturient am Höxteraner König-Wilhelm-Gymnasium. In Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen den Experten auf den Zahn fühlen. "Ich hab zwar mal Chemie studiert, heute befasse ich mich kaum noch damit, sondern habe mit Personal- und Arbeitssicherheit zu tun", berichtete Dr. Helmut Frieden, leitender Manager der Symrise AG in Holzminden. Mit Dr. Eckhard Sorges vom Höxteraner St.-Ansgar-Krankenhaus stand den potenziellen Medizinstudenten für ihre Fragen sogar ein richtiger Chefarzt zur Verfügung. Auch die Hochschule OWL informierte über die Studienmöglichkeiten am Standort Höxter. "Mich interessiert ganz konkret, wie die Förderung an der Sparkassen-Finanzhochschule aussieht", hatte sich Dorothea Ruthe gut vorbereitet. "Es gibt 12.000 Euro als zinsloses Darlehen und wenn man beispielsweise mit einer Zwei abschließt", bekommt man sogar 70 Prozent der Kosten erlassen", gab Sparkassenfinanzberaterin Kristin Siesenop Auskunft. Großes Interesse fand auch das Fachgebiet Sozialwesen, über das Streetworkerin und Soziologie-Magister Stephanie Werk von der Brakeler Jugendfreizeitstätte informierte. "Ich will auf jeden Fall einmal einen sozialen Beruf ergreifen und darum ist mir dieser Studientag heute schon ziemlich wichtig", betonte Annika Spellerberg (18). Auch den Referenten ist die Studienbörse eine Herzensangelegenheit. "Man muss ja sehen, und da spreche ich nicht nur für meinen eigenen Berufsstand, dass wir in allen Fachbereichen in zehn Jahren einen Mangel an Akademikern haben werden", sagte der Höxteraner Energie- und Versorgungstechniker Marc Becker, der sich gestern insbesondere für die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums in der dualen Ausbildung stark gemacht hat. Arbeiten und gleichzeitig studieren Neben dem klassischen Vollzeitstudium besteht im deutschen Ausbildungssystem auch die Möglichkeit eines dualen oder berufsbegleitenden Studiums. Voraussetzung ist ein Beschäftigungsverhältnis. Arbeit und Studium gleichzeitig, das hört sich erstmal stressig an. Ist es auch, da das Studium vorwiegend abends und am Wochenende stattfindet. Der Vorteil ist aber, dass seitens des Arbeitgebers die Studierenden unterstützt werden. Meistens werden die Absolventen eines dualen Studiums im Betrieb weiterbeschäftigt und zwar in einer höher qualifizierten Position. Text und Foto: Burkhard Battran, Neue Westfälische vom 30. Januar 2009 |
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Gestern fand für die Klassen 12 und 13 zum zweiten Mal an der Fachhochschule in Höxter eine Studienbörse statt, in der sich die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen des KWG über Studienmöglichkeiten informieren konnten. Das Besondere an der Studienbörse ist, dass für jeden der rund 15 vorgestellten Studiengänge ein echter Profi aus der Praxis über den Studiengang hinaus auch über Jobs und Arbeitsplätze informierte. "Es soll den Schülerinnen und Schülern ein praxisbezogenes Bild der Berufsmöglichkeiten nach einem Studium vermittelt werden", sagte Sparkassen-Vorstand Achim Frohss. Das KWG veranstaltet den Studientag zusammen mit der Sparkasse Höxter. "Dieser Tag soll helfen, Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahl zu unterstützen", betonte KWG-Schulleiter Georg Wieners.