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Ein Mensch mit Gerechtigkeitssinn
Dienstag, 12. August 2008 um 13:15 Uhr

Albrecht Obst starb im Alter von 83 Jahren

Höxter. (KWG/UI) In den letzten Julitagen starb Albrecht Obst, langjähriger Mathematik- und Sportlehrer des König-Wilhelm-Gymnasiums Höxter, im Alter von 83 Jahren.

Bild von Herrn ObstAlbrecht Obst wurde am 31. Mai 1925 in Potempa, Kreis Gleiwitz/Oberschlesien, geboren und verbrachte dort Kindheit und Schulzeit. Diese musste er 1943 zunächst abbrechen, da er als Soldat in Frankreich und Ostpreußen eingesetzt wurde.

Nach seiner Entlassung aus britischer Internierung besuchte er wieder die Schule und holte das Abitur nach. Anschließend folgte das Studium an der Pädagogischen Hochschule in Braunschweig für das Lehramt an Volksschulen. Nach Ablegung des 1. Staatsexamens studierte er in Göttingen und Köln Sport und Mathematik. 1960 und 1962 legte er die erste und die zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Höheren Schulen ab. Seit dem 30. Oktober 1962 unterrichtete er seine Fächer am KWG.

Im März 1973 wurde er mit den Aufgaben des Verwaltungsoberstudienrats betraut und noch im gleichen Jahr zum Studiendirektor ernannt. Dass Albrecht Obst diese Aufgaben mit der ihm eigenen Gewissenhaftigkeit bewältigte, zeigte seine Anerkennung durch das Kollegium, das ihn - wie seinen erst kürzlich verstorbenen Freund Fritz Linsdorf - über viele Jahre hinweg sowohl in den Lehrerrat als auch in die Schulkonferenz wählte.

Seine Schüler lernten Albrecht Obst als engagierten Pädagogen, kompetenten Fachlehrer und Menschen mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn kennen und schätzen. Zum Ende des Schuljahres 1988/89 trat er in den Ruhestand, blieb aber dem KWG und vor allem seinen Skat- und Kegelfreunden, mit denen er noch seinen 83. Geburtstag feierte, lebenslang eng verbunden. Albrecht Obsts letzte Lebensphase war geprägt durch eine schwere Krankheit, die ihn fast vollständig ans Haus fesselte. Am 29. Juli starb er an den Folgen seines Leidens. Die ganze Schulgemeinde trauert mit seinen Söhnen und allen Angehörigen.

Neue Westfälische, 12. August 2008