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Debüt als Schriftstellerin
Mittwoch, 24. Juni 2009 um 10:02 Uhr
 

Höxter. Talent allein genügt nicht. Um einen Roman zu schreiben, braucht es Ausdauer, Willen, Geduld, Disziplin und ganz viel Fleiß. Maria Elsner ist erst 16 Jahre alt und verfügt schon jetzt über die essentiellen Eigenschaften einer viel versprechenden Jungautorin.

Und den Beweis dafür hält die Nachwuchsschriftstellerin in ihren Händen. Er ist 400 Seiten dick und trägt den Titel "Mán'aríla - Die Sprache des Feuers". "Ich mag Fantasy-Literatur und mein erstes Buch ist auch ein Fantasy-Roman", erzählt die Zehntklässlerin des Höxteraner König-Wilhelm-Gymnasiums.

Am Samstag wird Maria Elsner im Rahmen des KWG-Schulfestes erstmals öffentlich aus ihrem Roman vorlesen. Eine Höxteraner Druckerei hat sich bereit erklärt, eine erste Auflage zu produzieren. Ab Samstag ist das Buch auch in den Höxteraner Buchhandlungen Henze und Brandt erhältlich. Außerdem ist gerade eine Homepage, www.manarila.de, im Aufbau, die über die junge Autorin und ihr Buch informieren soll.

 

Die Heldin des Buches heißt Kara und ist ein 14 Jahre altes Mädchen vom Planet Erde. Sie ist auserwählt, zusammen mit Wesen der anderen Planeten des Sonnensystems, das Universum vor einer bösen Macht zu retten. Dazu muss Kara durch eine Raum-Zeit-Schleuse nach Mán'aríla reisen. "Das ist eine Stadt im Land der Sonne. In meiner Romanwelt ist die Sonne kein reiner glühender Feuerball, sondern es gibt im Innern ein Land, dort sieht es fast so aus wie auf der Erde, nur mit dem Unterschied, dass alle Farben viel kräftiger sind, weil die Sonne nicht von oben scheint, sondern aus dem Boden heraus leuchtet", beschreibt Maria Elsner ihre Fantasiewelt.

 

Mit zwölf Jahren hat sie die Arbeit an dem Roman aufgenommen. "Fertig war ich letzten Herbst kurz vor meinem 16. Geburtstag", sagte die Nachwuchsschriftstellerin. Als Autorin nennt sie sich "M. A. Elsner", nach den Initialen ihres vollständigen Vornamens Maria Aurelia. Im letzten Dreivierteljahr hat Maria Elsner dann ihr Manuskript überarbeitet, Korrektur lesen lassen und mit vielen Verlagen gesprochen. "Ich hab' ja mit zwölf angefangen, jetzt bin ich 16 und sehe viele Dinge anders. Darum habe ich beim Überarbeiten viel geändert und manches auch einfach gestrichen, weil es mir zu kindisch vorkam, aber die Idee, so wie ich sie seit damals im Kopf habe, verfolge ich weiter", betont Maria Elsner.

 

"Die Sprache des Feuers" ist der erste Teil einer Romantrilogie. Am zweiten Teil schreibt Maria Elsner bereits. "Ich hab mir kein Datum gesetzt, wann ich fertig sein muss, aber im Grunde habe ich die ganze Geschichte schon im Kopf", verrät die junge Autorin. Nach dem Abitur will Maria Elsner Germanistik und Anglistik studieren. Bleibt zu hoffen, dass die akademische Auseinandersetzung mit Literatur das eigene Schreiben noch weiter befruchten wird.

 

 

 

Autorin spielt Flöte und Theater

 

 

 

Schon mit vier Jahren hat sich Maria Elsner (16) das Schreiben selbst beigebracht. Seither schreibt sie eigene Geschichten. "Zu schreiben ist mir ganz wichtig. Ich bin froh, wenn ich nachmittags nirgendwo hin muss und einfach nur schreiben kann", erzählt die junge Autorin.

 

Für ihren Erstlingsroman hat die Höxteranerin vom Turmweg mit Bleistift sechs Spiralblöcke ganz eng vollgeschrieben. Die Umschläge sind zerknittert und abgegriffen, denn Maria Elsner schleppt den jeweils aktuellen Manuskriptblock ständig mit sich herum. "Ich schreibe ja nicht nur zuhause, sondern auch im Garten, im Urlaub oder wo immer ich gerade bin", erzählt die Nachwuchsautorin. Maria Elsner ist auch in der Theatergruppe des KWG und als Flötistin im Schulorchester aktiv.

 

 

 

Text und Foto: Burkhard Battran, Neue Westfälische, 24. Juni 2009