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| Frankreich - Arras |
| Mittwoch, 10. Juni 2009 um 13:02 Uhr |
50 Jahre sprachliche Begegnung - König- Wilhelm-Gymnasium feiert deutsch-französischen Schüleraustausch
Sprachkenntnisse verbessern und Einblicke in das Leben im anderen Land gewinnen, das sind die wichtigen Themen bei einem Schüleraustausch. Das König-Wilhelm-Gymnasium feiert in diesem Jahr das 50. Jubiläum seines Schüleraustausches mit dem Lycée Robespierre und dem Lycée Gambetta in Arras.
Alles begann im Sommer 1956, als erste Kontakte geknüpft wurden. Nachdem im nächsten Jahr die Partnerschaft der Schulen offiziell genehmigt wurde, konnte 1958 eine Gruppe O berprimaner des Gymnasiums nach Arras reisen. Von da an gab es regelmäßige Besuche, Gegenbesuche und gemeinsame Feiern. 1989 auf der Treppe des Stadthauses in HöxterDer Austausch änderte sich Ende der siebziger Jahre. Schüler aus verschiedenen Jahrgängen der Mittelstufe können nun an der Fahrt teilnehmen. Sie leben in den Familien ihrer Austauschschüler und erleben das Alltagsleben im anderen Land sowie den Unterricht in der Schule. Auf dem Programm in Arras stehen besonders die Soldatenfriedhöfe und die Gedenkstätten, die an die Besetzung Frankreichs im 2. Weltkrieg erinnern. Die französischen Schüler besuchen Städte wie Kassel und Hannover. 1991 wurde die Austauschfahrt für die Jahrgangsstufe 9 festgelegt, damit der Austausch auch während der Unterrichtszeit stattfinden kann. Das In den 50 Jahren Austausch haben sich fast 4.000 Schüler aus beiden Ländern kennen gelernt. Auch der Französischunterricht am Gymnasium, den viele Schüler wählen, trägt zum Erfolg der Schulpartnerschaft bei. Weitere Fahrten, die für die Zehntklässler Pflicht sind, gehen nach Warschau, Albino und Prag. Mit dem Zentralabitur und den zentralen Abschlussprüfungen ist eine neue Herausforderung gestellt, es müssen neue Zeiträume für den Austausch gefunden werden.
Janina Held, Neue Westfälische vom 25. Mai 2007
Die Saat für ein gemeinsames Europa geht aufKönig-Wilhelm-Gymnasium feiert 50-jährige Partnerschaft mit Lycée Robespierre und Collège Gambetta Eine langjährige Freundschaft verbindet das König-Wilhelm-Gymnasium mit dem Lycée Robespierre und dem Collège Gambetta. Schon im vergangenen Jahr machte sich Schulleiter Georg Wieners auf nach Arras, um dort das große Jubiläum zu feiern. An diesem Freitag wurde es mit einem Festakt im Historischen Rathaus mit vielen Gästen gefeiert. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister Hermann Hecker. Besonders lobte er das Engagement der französischen und deutschen Lehrer. Schulleiter Wieners erzählte, dass die Beziehungen zu Beginn weit entfernt waren von der heutigen Entspannung. "Die große Anzahl von Schülern, die teilgenommen haben, sprechen für den Erfolg des Austausches", bemerkte er. Eine gewachsene, gegenseitige Wertschätzung habe sich entwickelt. Der stellvertretende Beauftragte für deutsch-französische Zusammenarbeit vom Auswärtigen Amt Eric-André Martin betonte, dass die Aussöhnung Deutschlands und Frankreichs die Voraussetzung für Stabilität und Frieden sei. "Es war ein langer und schwieriger Weg. Die Schulpartnerschaft der Gymnasien hatte eine Vorreiterrolle und Modellcharakter," erklärte er. Somit war die Grundlage für eine Annäherung gegeben, darauf folgte eine "Ära beispielloser Zusammenarbeit". Auszeichnungen: Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl übergab an Fahrtenkoordinator Horst Gering, Thérèse Wang sowie die Direktoren Sie waren die ersten in Arras: Heinz-Jürgen Köster, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Renate Aranschuss, Dorothea Denker, Mechtild Töpfer, Günter Storck und Rolf Zeidler waren beim Festakt im Historischen Rathaus dabeiSo mancher Kontakt zwischen den Schülern bleibt über Jahre bestehen. Es gab sogar eine Familiengründung, was ihre Erwartungen übertroffen habe. "Die besondere Beziehung zwischen den Gymnasien baut intellektuelle Schranken und Vorurteile ab. Sie ist das schönste Beispiel für eine Freundschaft, die länger bestehen kann." Die ehemalige Lehrerin Thérèse Wang war mit Ex-Schulleiter Fritz Bürmann die Mitbegründerin der Partnerschaft. Sie erzählte, dass ihnen die Briefwechsel nicht mehr reichten, so kam es 1957 zum ersten Austausch. "Die Hauptrolle dabei hat Bürmann gespielt, er wollte seiner Schule neue Horizonte öffnen." Über die ersten Jahre konnte sie einige Anekdoten erzählen: "Wir haben bei einem Schulfest im Felsenkeller die Polonäse entdeckt", schmunzelte sie. Mit einer der ersten Schüler in Arras war Prof. Dr. Klaus Töpfer. Seine Französischkenntnisse stellte er zu Beginn unter Beweis: "Leider sind meine Leistungen in der Sprache unzureichend gewesen", bedauerte er. Er bezeichnete die Idee des Austausches als visionär, der Nachhalt der Freundschaft beweise den Erfolg. "Wir sollten uns jetzt überlegen, wie Europa weiter zu entwickeln ist", so Töpfer. Fünf weitere ehemalige Schüler, die an der ersten Fahrt teilgenommen hatten, waren zum großen Jubiläum gekommen. Die Austauschteilnehmer in diesem Jahr zeigten in ihrem Beitrag, dass sich die Rollen der zwei Völker auch mal vertauschen können. "Das Erlernen von fremden Sprachen ist der Schlüssel zur Zukunft", erklärte Joelle Bontems vom Deutsch-Französischen Jugendwerk. Sie beglückwünschte die Schulen zu ihrem "unschätzbaren Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft".
Neue Westfälische vom 09. Juni 2007
Internationales ParkettFranzosen, Polen und Deutsche tanzen zusammen Die zehnte Jahrgangstufe und die Oberstufe waren zur Party eingeladen. Die Betreuungslehrer erwarteten über 150 Besucher. Zuerst spielten die Punkrocker der Band "Nix und Niemand". Einige Lieder von bekannten Gruppen wie den Ärzten kannten auch die polnischen und französischen Besucher. Die Bands Ivory und Waste of Mind spielten bekannte Rock- und Poptitel. Zum Tanzen brachte die Rockband "Let's Fätz" unter der Leitung von Thomas Schmid-Leißler die deutschen Schüler und ihre Austauschpartner. Die Party war ein gelungener Abschluss des Programmes, die Polen sind gestern nach Warschau zurück gefahren. Für die Franzosen heißt es am Samstag Abschied nehmen. Neue Westfälische vom 12. Juni 2007
Im Archiv finden Sie den Bericht des Westfalen-Blatts über die Feier des 50-jährigen Jubiläums der Schulpartnerschaft. Lesen Sie hier den Bericht von der Partnerschaftsfeier 2006 in Arras. Fritz Ostkämper und Trudi Osterholz haben eine Chronik der Partnerschaft zusammen gestellt, die Sie im Archiv lesen können. |

Europäische Betriebspraktikum wurde vier Jahre später ins Leben gerufen. Schüler der 11. Jahrgangsstufe können im Rahmen der Austauschfahrt in verschiedenen Betrieben in Arras ein Praktikum absolvieren. So lernen sie das Arbeitsleben in Frankreich kennen.
der Gymnasien, Georges Coulon und Georg Wieners, Urkunden der LandesregierungEr legte den Schulen ans Herz nicht nur zurück zu blicken, sondern auch die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen. "Wir haben die Köpfe der Bürger erreicht, jetzt müssen wir noch ihre Herzen für Europa gewinnen." Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl sagte, dass der Austausch ein Baustein des Kennenlernens sei. "Erst wenn die Menschen einander kennen, werden sie sich gegenseitig akzeptieren." Sie übergab Urkunden der Landesregierung an den Fahrtenkoordinator Horst Gering, Schulleiter Georg Wieners, den Direktor des Lycée Robespierre, Georges Coulon, sowie an eine der Begründerinnen der Fahrt, Thérèse Wang, für ihre Arbeit.
Punkrock gefällig? Bassist Rüdiger Kosch, Sänger und Gitarrist Nils Erfurt sowie Andre Roussos am Schlagzeug von der Band 'Nix und Niemand' spielten vor einem internationalen Publikum.Punkrock, Pop und Rock klangen aus der Aula des König-Wilhelm-Gymnasiums. Die deutsch-polnisch-französische Fete war ein weiterer Programmpunkt des Austausches der zehnten Klassen. 20 Schüler aus Warschau und 26 Schüler aus dem französischen Arras sind in diesem Jahr zur selben Zeit bei ihren deutschen Partnern zu Besuch. Zum gemeinsamen Programm gehörte neben einer Nachmittagsveranstaltung auch die Feier des 50. Jubiläums der Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium und den Lycées Robespierre und Gambetta in Arras.