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Höxter goes Frankreich
Mittwoch, 30. September 2009 um 12:08 Uhr

Die Jahrgangsstufe 13 des KWG erkundet die Provence


Auch in diesem Jahr begab sich der Abschlussjahrgang des König-Wilhelm-Gymnasiums Höxter auf Studienfahrt. Sie führte in die in Südfrankreich gelegene Stadt Arles, wo die insgesamt 101 Jugendlichen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren in einer Ferienanlage untergebracht waren. Betreut wurden die Schüler von sechs ihrer Lehrer, die auch für das abwechslungsreiche Programm während der Fahrt sorgten.


Die Studienfahrt begann am Freitag, den 19. September. Es trafen sich alle am Schulzentrum in Höxter, um gemeinsam die insgesamt 17-stündige Busfahrt anzutreten.
Nach der ersten Erkundung der Ferienanlage in Arles standen am Sonntag dann gleich zwei Programmpunkte auf dem Plan: Zuerst fuhren die Schüler in die malerische Stadt Aigues-Mortes in der Camargue, welche auf einem Rundgang über die insgesamt 1,5 km lange Stadtmauer am besten zu besichtigen ist. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich als Verteidigungsanlage gedacht. Anschließend fuhr die Gruppe weiter in das kleine Städtchen Les Saintes Maries de la Mer, den Hauptort der Camargue, wo man die Kirche mit der bekannten Sara-Statue besichtigte und dank des sonnigen und warmen Wetters war es sogar möglich, im Mittelmeer zu schwimmen.
Der Montag begann mit der Besichtigung des Pont du Gard, einem ca. 19 v. Chr. von den Römern erbauten Aquädukt, der sogar in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit eingetragen ist. Hier konnte die Kunstgruppe einen ersten Beweis ihrer zeichnerischen Fähigkeiten erbringen. Weiter ging es dann nach Avignon, wo der Papstpalast ein beeindruckendes Bild darbot.
Am Dienstag machten sich alle zu Fuß von der Ferienanlage in die nahegelegene Stadt Arles auf. Dort wurde ein umfangreiches Besichtigungsprogramm absolviert: das mittelalterliche Gräberfeld Alyscamps, das Amphitheater, sowie das Römische Theater (beide im 1. Jhd. erbaut) und die Kirche St. Trophime wurden zusammen oder in kleinen Gruppen erkundet. Außerdem konnten die Schüler hier das Original von van Goghs berühmtem Bild "Nachtcafé" sehen, welches als nächstes Objekt von der Kunstgruppe ins Visier genommen wurde.
Ein besonderes Highlight der Fahrt stand für einige der angehenden Abiturienten am Mittwoch an: Sie konnten sich ein eigenes Bild von den berühmten, aus der Provence stammenden Weinen machen, denn es erfolgte am Nachmittag die Besichtigung eines Weingutes. Vorher wurden allerdings noch die Quelle von Vaucluse und der kleine Ort Gordes besucht, bekannt für seine malerische Kulisse. Die anderen Gruppen machten an diesem Tag eine biologische Exkursion in einen Etang bzw. fuhren nach Nîmes, um die bekannten, römischen Baudenkmäler zu sehen.
Am Donnerstag brach dann der letzte Tag der Studienreise an. Nach der Besichtigung des sehr schönen Dorfes Les Baux mit seiner Burgruine und den Resten einer mittelalterlichen Festung, alles auf einem 900 m langen und 200 m breiten, hohen Felsrücken gelegen, machte sich eine kleine Gruppe auf, um die Nervenheilanstalt, in der van Gogh verweilte, und sein rekonstruiertes Krankenzimmer zu besichtigen. Eine andere Gruppe fuhr nach Glanum, einer römischen Ausgrabungsstätte.
Am Nachmittag nutzten dann viele noch die Möglichkeit, ihr Feriendomizil ein letztes Mal genauer zu erkunden, nämlich auf dem Rücken der Pferde der Anlage, was als gelungener Abschluss einer lehrreichen Studienfahrt in die schöne Provence diente.
Am Freitag traten dann die Abiturienten des KWG die Heimreise an. Die abwechslungsreichen Programmpunkte, die gute Laune der Lehrer, die wachsende Gemeinschaft der Schüler untereinander, sowie die schöne Umgebung und das meist sonnige Wetter sorgten für gute Stimmung und machten aus der Studienfahrt eine tolle Zeit, die alle genossen.

Elena Finke, Anna-Antonia Höke, Anne Rose (Jahrgangsstufe 13)