Start Lebenswege Corinna Wodarz, Abitur 1987 (Juni 2013)
Corinna Wodarz, Abitur 1987 (Juni 2013)
Mittwoch, 19. Juni 2013 um 07:24 Uhr

Wanddekoration im Trend

50er Jahre Ausstellung bietet 80 Prozent neue Exponate

 

Wanddekorationen, Rauchverzehrer und Schallplatten: Die Attraktionen der 50er Jahre. Kunsthistorikerin Dr. Corinna Wodarz präsentiert im zweiten Teil ihrer Ausstellung im Museum im Hütteschen Haus, viele interessante Gegenstände aus der vergangenen Zeit.

Die Ausstellung „Nierentisch und Petticoat. Ein Bummel durch die 50er Jahre“ geht in die zweite Runde. „80 Prozent der Exponate habe ich ausgetauscht“, erzählt Wodarz. Das Gesamtkonzept sei geblieben – die Schwerpunkte jedoch anders gesetzt. „So entdecken auch Gäste, die bereits den ersten Teil der Ausstellung gesehen haben, viele neue Objekte“, erklärt die Kunsthistorikerin.

Einen Schwerpunkt bilden jetzt die vielfältigen Wanddekorationen, die in den 50er Jahren im Trend gelegen haben: Holzköpfe, Teller, Lampen und Vasen zierten die Wände im wohligen Heim der 50er. Fotos aus der früheren Zeit lassen die Besucher im Museum im Hütteschen Haus in eine andere Welt eintauchen. In eine Zeit, als Wäsche noch mit Stampfer und Waschbrett gesäubert wurde und ein kitschiger Rauchverzehrer in keinem Wohnzimmer fehlen durfte.

Ein Raum im Museum widmet sich dem Thema „Reisen“. „Die Menschen in den 50er Jahren träumten von einem Urlaub in Italien“, berichtet Corinna Wodarz. Souvenirs, Postkarten und Reisewerbung bringen auch die Besucher zum Träumen. Eine Küche mit nostalgischen Elektrogeräten, ein Wohnzimmer mit Fernsehschrank und eine Partyecke mit vielen bunten Accessoires: Es gibt viel zu Entdecken.

Die Ausstellung im Museum im Hütteschen Haus, Nicolaistraße 10, kann noch bis zum 18. August besichtigt werden. Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr.

 

Kunsthistorikerin Dr. Corinna Wodarz im Kinoraum des Museums. Die alten "Resi-Stühle" wecken bei vielen Besuchern alte Erinnerungen.

 

Michaela Weiße, Westfalen-Blatt vom 19.06.2013