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Eine neue Schulpartnerschaft
Mittwoch, 20. Januar 2010 um 13:38 Uhr

Das KWG dehnt seine europäischen Kontakte nach Spanien aus

 

Seit dem Herbst steht nun fest: Das KWG hat eine neue Partnerschule: die IES Vasco de la Zarza in Ávila, Spanien. Im März 2010 wird die erste Schülergruppe des KWG Ávila besuchen und alle Teilnehmer der ersten Austauschgruppe sind bereits sehr gespannt.

 

Entstehung des Austausches

Während der Londonfahrt 2009 kam es während eines Besuches der KWG-Gruppe am Bourne Community College in Emsworth zu Kontakten mit spanischen Kollegen und Schülern, die ebenso wie Schüler und Lehrer aus Höxter zu Gast an der englischen Schule waren.

Die „Chemie“ zwischen den KWG-Lehrern und den spanischen Kollegen stimmte, so dass der Koordinator Horst Gering die Gelegenheit zu ersten Gesprächen mit den spanischen Kollegen über einen möglichen Austausch zwischen den beiden Schulen nutzte. Die Kontakte wurden nach der Rückkehr aus England fortgesetzt und durch einen Privatbesuch der für das bilinguale Programm der spanischen Schule zuständigen Kollegin Frau Carmen Sanchez-Bachiller und ihrer Familie Ende August 2009 intensiviert. Zu dem Programm des Kurzbesuches gehörten natürlich auch erste Gespräche mit der Schulleitung des KWG und ein Rundgang durch die Schule. Kurze Zeit später kam dann „grünes Licht“ aus Ávila, dass der Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen 2010 starten kann.

Die IES Vasco de la Zarza

Die Schule hat ca. 1200 Schüler und ist nach deutschem Verständnis eine Gesamtschule sowie eine Berufsschule. Die Schulleitung setzt sich aus einem Schulleiter und vier Stellvertretern zusammen, das Kollegium besteht aus ca. 130 Lehrern, wobei berücksichtigt werden muss, dass die spanischen Kollegen jeweils nur 1 Fach unterrichten. Die Schüler im Alter von 12 – 16 Jahren besuchen die Schule für 4 Jahre. Danach haben sie die Möglichkeit, die Schullaufbahn für weitere zwei Jahre im Rahmen einer so genannten Vor-Universitätsausbildung an der Schule fortzusetzen, was unserer Oberstufe entspricht. Ein normaler Schultag dauert von 9.00 – 14.45 Uhr. Unterricht findet von Montag bis Freitag statt. Pro Tag werden 6 Unterrichtsstunden à 50 Minuten unterrichtet. Es gibt eine längere Pause von 25 Minuten. Nachmittags finden noch zusätzliche Stunden für Schüler des bilingualen Zweigs (zurzeit 20 Schüler) sowie für Berufsschüler statt.

Die Schule liegt im nördlichen Teil der Stadt, ca. 10 Minuten zu Fuß vom historischen Stadtkern entfernt. Die Schüler wohnen in der Regel in fußläufiger Entfernung zur Schule. Schüler, die mit dem Bus oder Fahrrad zur Schule kommen, gibt es nicht.

(Übersetzung eines englischen Textes von Carmen Sanchez-Bachiller.) 

Die Stadt Ávila

Ávila ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der autonomen spanischen Region Kastilien-León und mit einer Höhenlage von 1.128 m über NN die höchstgelegene Provinzhauptstadt Spaniens. Die Stadt hat ca. 56000 Einwohner (35 % der Gesamteinwohnerzahl der Provinz) und liegt ca. 110 km nordwestlich von Madrid am Fluss Adaja. Zusammen mit Toledo und Segovia gehört Ávila zu den drei historischen Metropolen in der Umgebung der spanischen Hauptstadt.

Die Stadt erlebte ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert. Heute wächst sie deutlich langsamer als die boomende Hauptstadtregion, denn die dünn besiedelte Umgebung bietet außer dem Tourismus nur wenig wirtschaftliches Potenzial. Ávila ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO. Wichtigstes Monument ist die 2.500 m lange, komplett erhaltene romanische Stadtmauer (11.-14.Jahrhundert) mit ihren 88 Türmen und neun Stadttoren. Die Mauern sind im Durchschnitt 12 m hoch und 3 m dick und sind von zahlreichen Türmen durchsetzt. An drei der neun Tore ist der Aufstieg auf die Mauern möglich. Die gotische Kathedrale ist Teil der südlichen Stadtmauer. Daneben besitzt Ávila auch zahlreiche romanische Kirchen. Innerhalb der alten Stadtmauern wechseln sich mittelalterliche Winkel mit mehr als einem Dutzend Renaissance-Häusern des Adels ab.

Im Laufe seiner Geschichte brachte Ávila berühmte spanische Mystiker hervor, wie z. B. Theresia von Ávila und Johannes vom Kreuz. Dies spiegelt sich in der Vielzahl von Kirchen und Klöstern wider, die in der ganzen Stadt zu sehen sind.

Es gibt viele Parks in der Stadt. Besonders der Park im Süden ist sehr beliebt. Er bietet Flächen zum Fahrradfahren, Sportgelegenheiten und Möglichkeiten zum Grillen. In der Stadt gibt es daneben zwei große Sportzentren, zwei Festhallen, ein Einkaufszentrum, zwei Kinos und eine ausgedehnte Fußgängerzone im Bereich des historischen Stadtkerns mit vielen Restaurants und Cafés. Der Adaja fließt durch die Stadt.

Das Wetter ist im Winter in der Regel sehr kalt, aber sonnig. Es schneit häufig. Im Sommer ist es tagsüber sehr heiß, nachts kühlen die Temperaturen aber deutlich ab.

In der Provinz gibt es zahlreiche Landschaftsschutzgebiete mit sehr schönen Wanderwegen durch die Berge.

Ávila ist verkehrsmäßig sehr gut mit den umliegenden größeren Städten wie Madrid, Salamanca, Segovia und Toledo verbunden, sowohl per Bahn als auch per Bus. Ca. jeweils 1 1/2 Stunden von Ávila entfernt liegen die internationalen Flughäfen von Madrid und Valladolid.

(Übersetzung eines englischen Textes von Carmen Sanchez-Bachiller.)

 

Horst Gering

Koordinator Fahrten

 

Fotos der neuen Partnerschule sowie der Stadt Ávila finden Sie in unserer Foto-Galerie.

 

Gymnasium dehnt Kontakte aus

 

Anlässlich ihres Gegenbesuches konnte Bürgermeister Alexander Fischer eine erste Gruppe spanischer Schüler im Historischen Rathaus Höxter begrüßen. Die Gäste aus Avila, einer Stadt in Zentralspanien in der Nähe von Madrid, erwiderten einen Besuch von Schülern des König-Wilhelm-Gymnasiums (KWG) im März dieses Jahres.
Damit hat das KWG seine europäischen Kontakte jetzt auch auf die Iberische Halbinsel ausgedehnt. Auf dem Programm der Gäste standen unter anderem Besuche in Paderborn, auf der Wewelsburg und im Freilichtmuseum in Detmold. Höhepunkt des Programms der Gäste war eine von der Tauchergemeinschaft Höxter organisierte Schlauchbootfahrt auf der Weser.

 

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Vor dem Historischen Rathaus: Die spanischen Schüler und ihre deutschen Partner zusammen mit Bürgermeister Alexander Fischer (hinten 2. v. l.), KWG-Direktor Georg Wieners (hinten l.) und Koordinator Horst Gering (l).

 

Neue Westfälische vom 13. Mai 2010