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Dzień dobry!
Dienstag, 15. Januar 2013 um 14:14 Uhr

14 Schüler, 2 Lehrer, 1 Referendar und 7 Tage Polen

Vom 24. – 30.03.2012 verbrachten wir mit Mrs. Farmer (Frau Bauer), Mr. Bird (Herrn Vogel) und Herrn Stiel eine ereignisreiche Woche in Polen.

 

Die Abfahrt / Ankunft

Am Samstagmorgen um 9:45 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Bad Pyrmont für den Beginn unserer Reise, und der damit verbundenen 10-stündigen Zugfahrt. Langsam wurde es Zeit, sich von den Eltern zu verabschieden, denn der Zug würde bald in den Bahnhof einfahren. Die Freude unserer Gruppe hielt sich zwar in Grenzen, da nicht jeder die Fahrt freiwillig gewählt hatte. Da wir unsere Austauschpartner aber bereits kannten und einige schon freundschaftliche Gefühle hegten, war es leichter, den Weg auf uns zu nehmen.
Um 20:30 Uhr kamen wir dann endlich am Warschauer Ostbahnhof an, wo unsere Partner schon (sehnsüchtig) auf uns warteten. Nach dem anstrengenden Tag verbrachten die Meisten den Abend in ihrer Gastfamilie, doch einige waren nicht zu bremsen und stürzten sich sofort ins Warschauer Nachtleben, was am nächsten Morgen natürlich bei manchen seinen Tribut forderte.


Das Programm

Am Sonntagmorgen ging es schon früh weiter, denn schon um 9:00 Uhr stand die Besichtigung des Museums des Warschauer Aufstandes auf dem Programm. Mit Audioguides als Hilfe hatten wir zwei Stunden Zeit das Museum zu besichtigen. Im Anschluss durften wir unseren Nachmittag frei gestalten, was Vielen jedoch schwer fiel, da manche der polnischen Schüler weit außerhalb von Warschau wohnen, und damit eine lange Anfahrt fällig ist.
Am frühen Abend besuchten wir die Warschauer Philharmonie, wo die Ludwig-von-Beethoven Festspiele eröffnet wurden. Hierbei war elegante Kleidung gefordert, was wir natürlich gerne umsetzten. Allgemein fand die Musik bei uns Anklang, doch einige wenige nutzten auch die Gelegenheit, um sich ein ausgiebiges Päuschen zu gönnen, welches sich in der Körperhaltung und im Gesichtsausdruck widerspiegelte.
Nach einer viel zu kurzen Nachtruhe trafen wir uns um 6:00 Uhr noch im Halbschlaf an der Schule, um gemeinsam zum zweitägigen Ausflug nach Krakau aufzubrechen.
Die sechsstündige Busfahrt enttäuschte jedoch all diejenigen, die sich noch etwas Schlaf erhofften, da der Zustand der Straße nur ein Auf- und Abgehüpfe auf dem Sitz ermöglichte.
Bei der Ankunft mussten wir uns erst einmal vom erlebten Schütteltrauma erholen, was wir bei strahlendem Sonnenschein direkt an der Weichsel tun konnten. Doch schon bald ging es mit einer englischsprachigen Stadtführung weiter, welche wir auf dem Marktplatz beendeten. Anschließend durften wir Krakau auf eigene Faust erleben. Abends bei der Ankunft in der Jugendherberge erlitten einige von uns einen Schock, da deutsche Standards in dieser Herberge nicht zu erwarten waren, jedoch überwunden wir unsere Bedenken und hatten einen schönen und langen Abend.
Am Dienstag stand uns ein etwas bedrückender, doch interessanter Programmpunkt bevor, nämlich die Besichtigung der Gedenkstätte und des Museums Auschwitz Birkenau. Wir bekamen eine deutschsprachige Führung über das gesamte Gelände und begaben uns alle ziemlich nachdenklich auf die Rückfahrt nach Warschau.
Am Mittwochmorgen begannen wir den Tag in der Schule mit einer Begrüßung durch den polnischen Schulleiter und sollten anschließend einen Einblick in den polnischen Schulablauf bekommen, was unsere Partner jedoch nicht so ernst nahmen. Und so endete die erste Stunde in der Cafeteria. Danach bekamen wir eine Führung durch die Altstadt von Warschau, welche von den polnischen Schülern durchgeführt wurde. Im Anschluss besichtigten wir das Königsschloss mit einer Führung, die eigentlich auf Deutsch sein sollte, sich aber als eine Erlebnistour durch die Sprachen darstellte.
Den restlichen Tag konnten wir frei gestalten, was für die Meisten Shopping hieß. Der Donnerstag versüßte uns dann durch den Besuch einer Bonbonmanufaktur die Woche. Um 11 Uhr besichtigten wir das viel gerühmte Chopin-Museum, das sich allerdings als Flop erwies, da die Ausstellung nur Englisch oder Polnisch und sehr techniküberladen war.
Nach etwas Freizeit am Nachmittag war es auch schon Zeit, unsere Koffer zu packen. Den letzten Abend verbrachten einige in einer Bar, oder aber zu Hause, um den letzten Abend in der Gastfamilie zu genießen, denn am kommenden Morgen fuhr unser Zug Richtung Deutschland schon um 6:40 Uhr ab.
Nach einem mehrstündigen Aufenthalt in Berlin begann die letzte Etappe nach Hause.


Gastfamilien

Die Aufnahme in den Gastfamilien war trotz Problemen bei der Verständigung, die meistens ein Mischmasch aus Englisch, Deutsch und Polnisch war, sehr herzlich und angenehm. Man wurde ausgiebig zu jeder Tages- und Nachtzeit mit polnischen Spezialitäten wie Pierogis bis hin zur Bratwurst am Morgen bekocht.
Polnische Städte
Von den beiden Städten, die wir gesehen haben, Warschau und Krakau, ist Krakau definitiv mit seinen historischen Gebäuden die schönere. Warschau kann trotz seiner schönen Altstadt nicht mithalten, da nun einmal der größere Teil der Stadt aus Plattenbauten besteht. Jedoch hat die Hauptstadt Polens kulturell viel zu bieten und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!


Fazit

Obwohl sich die Freude vor der Fahrt bei einigen in Grenzen hielt, war es doch überwiegend für jeden von uns ein ereignisreicher Austausch, den wir nie vergessen werden. Er war mit vielen neuen Erfahrungen verbunden und wir bedanken uns bei unseren polnischen Austauschschülern sowie bei unseren Lehrern für diese Austauschfahrt.

 

Die Schülergruppe bei der Besichtigung des Schlossberges Wawel in Krakau vor der Kathedrale.


von Pia Helfer und Katja Chrytek