Start Projekte Die „Plastikpiraten“ sind los: Projekt-AG des KWG aus Höxter nimmt Plastikproben an der Weser [Aktualisiert: 14.11.2016]
Die „Plastikpiraten“ sind los: Projekt-AG des KWG aus Höxter nimmt Plastikproben an der Weser [Aktualisiert: 14.11.2016]
Mittwoch, 26. Oktober 2016 um 00:00 Uhr

Im "Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane" wurden Jugendliche des König-Wilhelm-Gymnasiums Höxter zu „Plastikpiraten“ und erforschten am 30.9.2016 die Plastikbelastung an und in der Weser. 

Bei der Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 gehen Jugendliche auf wissenschaftliche Expedition. Vom 16. September bis zum 18. November 2016 werden sie die Plastikbelastung deutscher Fließgewässer untersuchen. Schülerinnen und Schüler des KWG Höxter sind Teil dieser bundesweiten Citizen-Science-Aktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Begleitet von den Lehrerinnen Uta Hartmann und Cornelia Moers-Mindermann sowie Christian Kaup als Rettungsschwimmer nahmen sie am letzten Septembertag bei sonnigem Wetter Mikro- und Makroplastikproben im Bereich der Weser.

Diese werden nach den Herbstferien von den Jugendlichen weiter ausgewertet und die Ergebnisse auf einer digitalen Deutschlandkarte dokumentiert. (www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion) Es wurden u.a. die Fließgeschwindigkeit ermittelt, mittels eines kleinmaschigen Netzes kleine Plastikteilchen aus der Weser „gefischt“ sowie anliegende Uferbereiche mit wissenschaftlichen Methoden untersucht. Spektakulärster Fund war eine leere Tüte Caprisonne, die nahezu unverwittert im Überschwemmungsbereich gefunden wurde. Pepe Schopps Idee nach dem Haltbarkeitsdatum zu forschen brachte Erstaunliches zu Tage: Die Tüte war seit mindestens 1999 „unterwegs“ im Bereich der Weser. „Hätten wir nie gedacht, dass Kunststoff nach so langer Zeit noch so gut erhalten ist“, so Frauke und Lena (Kl.9) einstimmig und Jasper (5a) staunte über das altmodische Design.

Die „Plastikpiraten“ leisten einen wertvollen Beitrag für die Wissenschaft. Mehr als 12 Millionen Tonnen Kunststoff landen jährlich im Meer, ein beachtlicher Teil gelangt über Flüsse und Bäche dorthin. Doch das Vorkommen von Plastikmüll in und an Fließgewässern in Deutschland ist noch weitgehend unerforscht. Die Citizen-Science-Aktion für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren trägt dazu bei, diese Wissenslücke zu schließen. Die erhobenen Daten werden im Anschluss von der Kieler Forschungswerkstatt der Uni Kiel wissenschaftlich ausgewertet. Deshalb ist die Einhaltung der Methodik besonders wichtig, damit die Ergebnisse, die an das Kieler Forschungslabor übermittelt werden, bundesweit nach einheitlichem Standard gewonnen werden. „Dann sind wir ja richtig wichtig!“, so Alicjia Gittel aus der Klasse 7a.

 

 

Die Ergebnisse der Aktion sind jetzt auf der Projektseite unter folgendem Link abrufbar:

https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/mitmachen/junge-wissenschaftsinteressierte/plastikpiraten/plastikpiraten-funddetail.html?tx_wj1617plasticpirates_discoverydetail[discovery]=44